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Bioenergiedorf nimmt jetzt Form an Von Andreas Th. Bernhard Hemeln. Sie sind einen Schritt weiter auf dem Weg zum Bioenergiedorf: Insgesamt 49 Hemelner zeichneten gestern Anteile in H”he von jeweils 50 Euro an einer Gesellschaft brgerlichen Rechts (GbR), die von nun an die Bemhungen um eine eigene Biogasanlage zur Energieversorgung des Dorfes in die Hand nehmen soll. Ortsbrgermeister Alfred Urhahn begrndete diesen Schritt auf der Grndungsversammlung im Gasthaus Krone mit der Notwendigkeit "handlungsf„hig zu bleiben". Zweck der "Bioenergiedorf Hemeln GbR" - so der offizielle Name - wird es sein, feste Strukturen zu schaffen, die Koordination der weiteren Planungsarbeiten zu bernehmen und vor allem erste Vorvertr„ge mit Biomasselieferanten und Kunden zu schlieáen. Debatte um Haftungsfrage Im Zentrum der Diskussionen vor der Grndung stand die Haftungsfrage. Schlieálich bestimmt das Gesetz, dass die Gesellschafter fr etwaige Verluste auch mit ihrem Privatverm”gen einstehen mssen. Entwarnung diesbezglich gaben jedoch Professor Peter Schmuck und Volker Ruwisch vom Interdisziplin„ren Zentrum fr nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Universit„t G”ttingen, welche das Projekt beratend begleiten. Im Gesellschaftsvertrag, so betonten sie, sei festgeschrieben, dass die Gesch„ftsfhrung nur Verbindlichkeiten in H”he des Einlageverm”gens eingehen drfe. Darber hinausgehende Gesch„fte mssten durch die Gesellschafterversammlung genehmigt werden. Dem Wunsch der bereits bestehenden Arbeitsgruppen entsprechend, wurden mit dem Nebenerwerbslandwirt Hartmut Pape, Ortsbrgermeister Alfred Urhahn und Hauke Schiefer jeweils ein Vertreter der Biomasseproduzenten, der Politik und der sp„teren W„rmeabnehmer in die dreik”pfige Gesch„ftsfhrung der GbR gew„hlt. Bei Vertragsabschlssen ber 1000 Euro oder langj„hriger Wirkung werden zudem die Sprecher der Arbeitsgruppen ein Mitspracherecht haben. Ferner wird der Gesch„ftsfhrung ein Beirat mit Vertretern des Landkreises, der Stadt Mnden, des Ortsrates, der Vereine und der Uni G”ttingen beiseite stehen. Letztlich nur Zwischenl”sung Letztlich, so wurde auch deutlich, soll die GbR aber nur eine Zwischenl”sung sein. Nachdem in den n„chsten Monaten Vorvertr„ge mit den Biomasselieferanten und den Kunden geschlossen werden sollen, wird anschlieáend eine Machbarkeitsstudie zeigen, ob sich das Projekt Bioenergiedorf Hemeln unter diesen Bedingungen auch wirtschaftlich tr„gt. Sollte dies so sein, so die Planung, wird daraufhin eine Betreibergesellschaft gegrndet werden, deren Rechtsform wahrscheinlich eine Genossenschaft sein wird. Erste W„rmelieferung schon 2008? L„uft alles reibungslos, erhoffen die Hemelner, bereits im Herbst 2008 mit der W„rmelieferung aus Biogas beginnen zu k”nnen. Bis dahin, so Ulrike Krger, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft ™ffentlichkeitsarbeit, k”nnen alle Interessierten immer noch Gesellschafter der GbR werden, um ebenfalls ein Mitspracherecht bei den Entscheidungen zu haben. Quelle: Artikel vom 21.02.2007 aus http://www.hna.de |